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Klöckner Mitarbeiter vor dem Computer eines 3D Rohrlasers

So treibt Klöckner mit Digitalisierung die Produktion 4.0 voran

Wie kann man den Energieverbrauch sowie Ressourcen und damit Kosten in der Produktion weiter einsparen? Fehler und Ineffizienzen von Maschinen aufdecken und aus ihnen lernen? Kurzum: Die Digitalisierung der Produktion vorantreiben, wovon alle – sowohl das Unternehmen Klöckner mit seinen Mitarbeitern als auch Kunden – profitieren? „Mit Actyx haben wir eine Software implementiert, die genau das möglich macht“, erklärt Projektleiter Christian Bieber, Head of Logistics & Warehouse Technology bei Klöckner Deutschland. Im Frühjahr 2019 hat Klöckner die Zusammenarbeit mit dem Start-up Actyx AG aus München begonnen. Industrie 4.0 in der Produktion wird so zur Realität. „Die Zusammenarbeit läuft hervorragend“, findet Christian Bieber. Zuvor hat man natürlich auch andere Anbieter geprüft. „Die Wahl fiel unter anderem auf Actyx, weil sich die Software sehr einfach an neue Aggregate wie auch ältere Maschinen ohne Betriebssystem anbinden lässt“, erklärt Sven Koepchen, Geschäftsführer Klöckner Deutschland. Zunächst testet man die Software an den drei Rohrlaser-Maschinen in Velten.

Die Wahl fiel unter anderem auf Actyx, weil sich die Software sehr einfach an neue Aggregate wie auch ältere Maschinen ohne Betriebssystem anbinden lässt.

Sven Koepchen

Die digitalisierte Produktion ließ die Produktivität bereits 10 Prozent steigen

„Der Spirit von Klöckner als digitaler Vorreiter und schneller agiler Umsetzer passt sehr gut zu uns“, sagt Maximilian Fischer, Co-Founder von Actyx. Denn als dezentrales App-basiertes Betriebssystem ist Actyx genau dafür konzipiert, zunächst „klein“ anzufangen und im Erfolgsfall das System immer weiter auszurollen auf andere Maschinen und Standorte. In Velten besteht die Anwendung derzeit aus fünf Apps. Diese erfassen jeweils Betriebsdaten, Maschinendaten und tauschen Auftragsdaten aus. Außerdem ermöglichen sie die Datenanzeige und auch die Datenanalyse. Die Arbeiter an den Rohrlasern bekommen dadurch mehr Transparenz über die Maschinenleistung und die Produktion. Und sie können Fehlerquellen und Ineffizienzen nachvollziehen. „Je mehr diese Daten genutzt werden, desto mehr Produktivitätssteigerung ist möglich, weil man Kapazitäten besser planen und auch nachkalkulieren kann“, erklärt Maximilian Fischer. Und Sven Koepchen freut sich: „Schon jetzt kann Velten eine Produktivitätssteigerung von 10 Prozent vorweisen, bis zu 30 Prozent sind das Ziel.“

Actyc Co-Founder Maximilian Fischer

Je mehr diese Daten genutzt werden, desto mehr Produktivitätssteigerung ist möglich, weil man Kapazitäten besser planen und auch nachkalkulieren kann.

Der nächste Schritt in der Digitalisierung der Produktion

Die Anwendung in der alltäglichen Praxis ist einfach. Über ein Tablet am Arbeitsplatz startet ein Mitarbeiter einen Auftrag, der per SAP-Schnittstelle mit Actyx verbunden ist. Alle Aktivitäten – z. B. Rüsten, Produktion, Abrüsten – werden so dem Auftrag zugeordnet. Kommt es zu einer Störung, muss der Mitarbeiter aktiv einen Grund angeben, wie etwa „mechanische Störung“. Das Reporting erlaubt dadurch eine genaue Analyse, um aus Fehlern zu lernen. „Unsere Mitarbeiter waren von Anfang an der neuen Software sehr aufgeschlossen gegenüber. Sie sehen sie als ein gutes Hilfsmittel, um effektiver arbeiten zu können“, erklärt Ramon Heitepriem, Niederlassungsleiter Velten. Die Datenerfassung will man in naher Zukunft auch auf die Sägen ausbauen – mit einer weiteren App. Auch die Anbindung des Rohrlasers in Regensburg an die Software ist geplant. Eins steht jetzt schon fest für Sven Koepchen : „Mit Actyx lernen wir gemeinsam, was es bedeutet Digitalisierung im Produktionsumfeld zu schaffen.“

Schon jetzt kann Velten eine Produktivitätssteigerung von 10 Prozent vorweisen, bis zu 30 Prozent sind das Ziel.

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Hochwertige Anarbeitung der Superlative

In diesem Beitrag erfahren Sie

  • wie man bei Klöckner die für Kunden optimale Anarbeitung aus Sägen, Fräsen oder Lasern findet
  • welche Sägen wofür im Service- und Bearbeitungszentrum Velten eingesetzt werden
  • wie CNC Drehen und CNC Fräsen funktionieren und wann bei Klöckner angewendet werden
  • wie Klöckner in die Zukunftstechnologien 3D-Rohrlaser und 3D-Druck investiert

„Velten ist die verlängerte Werkbank aller Klöckner-Standorte. Dadurch können wir unseren Kunden überall in Deutschland ein Rundum-Paket der hochwertigen individuellen Anarbeitung bieten – und zwar just-in-time“, erklärt Sven Koepchen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Klöckner & Co Deutschland GmbH. Auf einer Fläche von 12.000 Quadratmetern steht in dem Ort nahe Berlin ein riesiger Maschinenpark, auf den die Klöckner-Beschäftigten zugreifen können. Seit dem Jahr 2001 hat Klöckner ihn immer weiter ausgebaut: Konzentrierte man sich zunächst auf das Sägen, kam 2007 das CNC Drehen und 2012 das CNC Fräsen hinzu. 2014 starteten die 3D- und 2D-Rohrlaser-Aktivitäten, 2018 ergänzte ein 3D-Drucker das Programm. Einige maschinelle Verfahren gibt es im gesamten Unternehmen nur in diesem hochmodernen Service- und Bearbeitungszentrum: die CNC-Bearbeitung, die vollautomatischen Rohrsägen und die Kombination aus 4 Rohrlasern.

Velten ist die verlängerte Werkbank aller Klöckner-Standorte. Dadurch können wir unseren Kunden überall in Deutschland ein Rundum-Paket der hochwertigen individuellen Anarbeitung bieten – und zwar just-in-time

Sven Koepchen

Sägen, Fräsen oder Lasern? – in Velten findet man die optimale Bearbeitung

Welche Verfahren dabei zum Einsatz kommen, hängt von ganz verschiedenen Faktoren ab. Von der Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Leistung und der Beschaffenheit eines Produkts etwa. „Mit den modernen Lasern beispielsweise kann man mittlerweile Arbeiten ausführen, die früher nur mit Drehen und Fräsen möglich waren. Wenn das Lasern eine sinnvolle Option ist, machen wir dem Kunden ein entsprechendes Alternativangebot und senden ihm ein Muster zur Qualitätskontrolle. Teilweise wechselt ein Kunde dadurch auch die Technologie“, sagt Ramon Heitepriem, der Niederlassungsleiter am Klöckner-Standort Velten. Umgekehrt kann es aber auch sein, dass sich Aufträge besser mit anderen Verfahren durchführen lassen: Ein Gehrungsschnitt an einem Rohr etwa lässt sich bei größeren Wandstärken genauer mit einer Säge als mit einem Rohrlaser schneiden. Hier die im Sinne eines Kunden beste Option zu finden bedarf großer und langjähriger Expertise. Und die ist in Velten definitiv vorhanden.

Sägen: 13 Maschinen sorgen für höchste Flexibilität

Eine wichtige Säule im Service- und Bearbeitungszentrum Velten ist das Sägezentrum. Auf insgesamt 13 vollautomatische Sägen kann das Team um Ramon Heitepriem zugreifen. Die Produkte, die dort bearbeitet werden, sind sehr vielfältig. Der umfassende Maschinenpark ermöglicht eine sehr große Flexibilität, sodass Klöckner hochwertige Anarbeitung für unterschiedlichste Kundenanforderungen anbieten kann. 3 der Sägen gibt es Klöckner-weit nur am Standort Velten: 2 Rohrsägen und eine Aluminiumsäge. Mit letzterer kann man den weichen Werkstoff Aluminium mit einer sehr hohen Genauigkeit bearbeiten, die andere Sägen nicht haben. Ebenso zum Einsatz kommen insgesamt 6 Kreissägen, die sich für Sägearbeiten bis zu 400 mm Durchmesser eignen. Für die Bearbeitung von Produkten mit größerem Durchmesser – bis zu 700 mm – stehen insgesamt 4 Bandsägen parat.

Ramon Heitepriem

Auch beim Drehen und Fräsen können wir völlig unterschiedliche Produkte hier bearbeiten – vom kleinen 20-mm-Teil bis zur 1 Meter langen Welle

CNC Drehen und CNC Fräsen – weitere wichtige Säule der Anarbeitung

Eine weitere wichtige Säule der hochwertigen Anarbeitung in Velten ist das CNC Drehen und Fräsen. Beim Drehen dreht sich ein zu bearbeitender Werkstoff, während der Span durch einen fixierten Meißel von diesem Werkstoff abgenommen wird. Überwiegend geschieht dies 2D-Bearbeitung, also von 2 Seiten. Beim Fräsen ist es umgekehrt: Dabei ist das Werkstück fest aufgespannt, stattdessen bewegt sich ein Werkzeug und nimmt den Span ab. Dies passiert überwiegend in 3D Bearbeitung, also von 3 Seiten. Insgesamt 7 CNC Drehmaschinen und 2 Fräsmaschinen erledigen in Velten vollautomatisch diese anspruchsvolle Arbeit. In einem separaten Dreh- und Fräszentrum laufen beide Vorgänge sogar parallel: Während die Oberfläche eines Werkstoffs durch Drehen bearbeitet wird, fräst ein Fräser ein Loch in dieses Produkt. Dies ist nur ein mögliches Beispiel. „Auch beim Drehen und Fräsen können wir völlig unterschiedliche Produkte hier bearbeiten – vom kleinen 20-mm-Teil bis zur 1 Meter langen Welle“, so Ramon Heitepriem.

3D-Rohrlaser und 3D-Druck: Investieren in Zukunftstechnologien

Dem innovativen Thema 3D widmet man sich in Velten bereits seit dem Jahr 2014. Damals angeschafft wurde zunächst ein 3D-Rohrlaser, der Werkstoffe mit 40 bis 406 mm Durchmesser und Wandstärken bis 25 mm bearbeiten kann. Der große Vorteil des Rohrlasers ist, dass mehrere Prozessschritte wie Sägen, Bohren und Fräsen zusammen durchgeführt werden können. Und das mit einer sehr hohen Präzision. Zwei Jahre später investierte Klöckner in zwei weitere 3D-Rohrlaser: Einer kann Werkstoffe mit Durchmesser von 20 bis 305 mm, der andere Werkstoffe mit Durchmesser von 12 bis 168 mm lasern. Ganz neu im Programm ist nun ein 2D-Rohrlaser, der Durchmesser von 12 bis 130 mm bearbeiten kann. Seit 2 Jahren testet Klöckner in Velten zudem einen innovativen 3D-Drucker, um sich auch in diesem Zukunftsfeld umfassende Expertise anzueignen.

Hochwertige Anarbeitung auch an anderen Klöckner-Standorten

Das Service- und Bearbeitungszentrum Velten ist DER Standort für hochwertige Anarbeitung bei Klöckner. Das Team dort sorgt dafür, dass sich andere Klöckner-Standorte auf ihr Tagesgeschäft konzentrieren können. Dennoch kann man Kunden deutschlandweit just-in-time bedienen. Aber auch andere Niederlassungen haben in puncto hochwertige Anarbeitung etwas vorzuweisen: In den kommenden Wochen wird Schnelldreher darüber berichten, welche Standorte welche besonderen Leistungen anbieten.

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Rohrlaser, Standort Regensburg

Hochwertige Anarbeitung: Klöckner-Standort Regensburg führt innovativen 3D-Rohr- und Profillaser ein

Seit November 2019 ist das hochmoderne Arbeitsgerät im Einsatz in Regensburg. Es ergänzt damit sinnvoll den bereits bestehenden 3D-Rohr- und Profillaser im brandenburgischen Klöckner-Standort Velten. „Nun können wir auch Kunden im süddeutschen Raum in kürzester Zeit mit hochwertiger Anarbeitung bei Stahlrohren und -profilen versorgen“, sagt Johannes Götz, Handlungsbevollmächtigter Key Account Laser Süd in der Klöckner-Niederlassung Nürnberg (zuständig für Regensburg/Nürnberg/Würzburg und Mannheim). Bereits jetzt fährt der Speziallaser dort in zwei Arbeitsschichten, was man in dieser kurzen Zeit schon als Erfolg werten kann.

Neuer 3D-Rohr- und Profillaser kann außergewöhnliche Formate bearbeiten

Der neue Speziallaser ermöglicht hochwertige Anarbeitung bis 324 mm Durchmesser, 20 mm Materialstärke und einem Metergewicht von 60 kg, bei einem Fertigteil bis zu 12 mtr. Länge.  „Durch die Materialzufuhr von 12,5 mtr. fällt auch weniger Verschnitt an und wir können insgesamt hochpräzise in kürzester Zeit produzieren. Für Kunden bedeutet das ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, erklärt Johannes Götz. Profitieren können zudem Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen: vom Maschinenbau über den Fahrzeug- und Stahlbau bis hin zur Landwirtschaft. Um diese über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Speziallasers zu beraten, schult Johannes Götz derzeit wöchentlich seine Klöckner-Kollegen im Süden.

Johannes Goetz, Key Account am Standort Nürnberg

Intelligentes Logistikkonzept: täglicher Materialaustausch dank Stern-Verkehr

Laseranlage, Standort Regensburg

„Wir haben hier ein Schwerpunkt-Lager für Hohlprofile und Rohre, die wir werksseitig kaufen. Das bedeutet schließlich: In der Regel haben wir bereits Material mit den entsprechenden Abmessungen vor Ort. Für Kunden wiederum bedeuten dies Zeitersparnis und mehr Effizienz“, erklärt Johannes Götz. Sehr effizient ist auch das bestehende Logistikkonzept, in das diese hochwertige Anarbeitung eingebettet ist: Denn täglich tauschen die Klöckner-Standorte Nürnberg, Würzburg, Regensburg und Mannheim Material im „Stern-Verkehr“ aus. Die mit dem Speziallaser gefertigten Teile können über diese Logistik ebenso

verteilt werden. Auf diese Weise profitieren alle Standorte in Süddeutschland davon und Kunden können schnellstmöglich ihre Ware erhalten.

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Bundesweiter Stahlhandel in der Ofenstadt

Ländlich gelegen, aber ganz nah dran an der deutschen Hauptstadt ist der Klöckner-Standort Velten: In nur wenigen Minuten erreicht man von dem knapp 12.000 Einwohner zählenden Städtchen in Brandenburg die nördliche Grenze Berlins mit dem Auto. Von dieser zentralen Lage aus können Kunden im gesamten Bundesgebiet betreut werden, darunter Global Player wie Heidelberger Druck. Immer dem Fullservice-Gedanken folgend, arbeiten dafürinsgesamt 75 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Velten Hand in Hand. Zu ihrem Produktsortiment gehören Rohre und Blankstahl, aber auch Sonderprofile. Die Produkte kann Klöckner auf Kundenwunsch ganz individuell bearbeiten. Das Leistungsspektrum reicht vom Sägen über Zerspanen bis hin zum Lasern von Rohren und Vollmaterialien. Seit neustem ist sogar 3D-Drucken von Metall möglich.

Velten: ehemalige Ofenstadt mit hohem Freizeitwert

Velten wurde einst berühmt durch den Handel mit Kacheln für die Öfen Berlins. Vor Ort war der dafür nötige Rohstoff Ton üppig vorhanden. Ein eigenes Ofen- und Keramikmuseum wahrt den Ruf der „Ofenstadt Velten“. Am selben Standort beherbergt das Hedwig Bollhagen Museum den Nachlass der bedeutenden brandenburgischen Keramikerin. Heute ist die Stadt ein wichtiger regionaler Industriestandort insbesondere für die Branchen Chemie, Logistik und Abfallwirtschaft – ein attraktives Umfeld also für Klöckner. Veltens Umland ist charakterisiert durch viel schöne Natur, die für einen hohen Freizeitwert sorgt: An zahlreichen Badeseen, im Freizeitpark Germendorf, auf der Wet & Wild Wasserskianlage Velten oder im Climb up! Kletterwald beispielsweise können sich Besucher entspannen und erholen. Einen Besuch wert ist ebenso das nahegelegene Schloss Oranienburg. Es ist das älteste Barockschloss in der Mark Brandenburg.

Velten: ein Katzensprung ins impulsive Berlin

Von Velten aus ist es ein Katzensprung nach Berlin. Wer also etwas Zeit mitbringt, sollte definitiv einen Abstecher in die Hauptstadt machen. Gute strategische Ausgangspunkte, um dort in kurzer Zeit fußläufig möglichst viel zu sehen, sind der Potsdamer Platz und das Brandenburger Tor. Da Berlin bekanntlich sehr vielfältig ist und Geschmäcker sehr unterschiedlich sein können, empfiehlt es sich, vorher einen groben Überblick über angestrebte Ziele zu bekommen, etwa über www.visitberlin.de

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ERP-System Sage

Premiere für Sage-System mit Klöckner-Modul

Das weit verbreitete ERP-System Sage 100 kann sämtliche Geschäftsprozesse eines Unternehmens koordinieren. Als erster Kunde überhaupt nutzt der Formteil- und Anlagenbauer TrappInfra das System mit dem Klöckner-Modul, um Bestellungen automatisch zu übermitteln. Die enge Verzahnung macht die Beschaffung noch schlanker und festigt die Geschäftsbeziehung.

 

Jedes Unternehmen muss Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und andere Ressourcen optimal einsetzen – dieser Vorgang wird auf Englisch Enterprise Resource Planning genannt, kurz ERP. Softwaresysteme wie Sage 100 erleichtern die Aufgabe und können sämtliche Geschäftsprozesse koordinieren: von Einkauf und Vertrieb bis zu Warenwirtschaft und Produktion. Die TrappInfra Formteil- und Anlagenbau GmbH & Co. KG aus Falkensee bei Berlin steigt derzeit von einer hauseigenen ERP-Lösung auf Sage 100 um. Zum neuen System gehört das eigens entwickelte Klöckner-Modul, das auf der Warenwirtschafts-Software von Sage aufsetzt.

Als erster Kunde weltweit übermittelt TrappInfra jetzt Bestellungen aus der ERP-Software automatisch an das SAP-System bei Klöckner. Die Daten fließen über eine von kloeckner.i entwickelte Schnittstelle. Die Anbindung macht die Beschaffung noch schlanker: Der Einkäufer muss sich nicht erst im Onlineshop einloggen, auch das manuelle Erfassen der Bestelldaten entfällt. „Es ist schon beeindruckend, wenn der Kunde mit Sage 100 eine Bestellung bei uns auslöst. Unsere Mitarbeiter erhalten nur noch eine E-Mail als Benachrichtigung, dass eine Belieferung stattfindet“, so Ramon Heitepriem, Vertriebsleiter am Standort Velten. In Zukunft zeigt das System dem Einkauf von TrappInfra auch Materialbestände bei Klöckner an. „Natürlich steht es dem Kunden frei, bei Bedarf zum Telefon zu greifen und persönlich mit seinem Ansprechpartner bei uns im Haus zu reden.“

 

Betrieb startet mit Bestellungen von Handelsware

 

Trappinfra bezieht von Klöckner vor allem Handelsware, in erster Linie Grobbleche und Rohre. Die automatische Übermittlung von Bestellungen hat im Oktober mit diesen Artikeln begonnen und soll nach und nach auf andere Produkte ausgedehnt werden. „Anfangs gab es ein paar Kinderkrankheiten, die zu beheben waren“, so Jens Günther, kaufmännischer Geschäftsführer bei TrappInfra. „Wenn sich das eingespielt hat, kann das System unbeaufsichtigt laufen.“ Für den Kunden soll die Software unter anderem die weitere Bearbeitung eines Einkaufs bei Klöckner vereinfachen: „Wenn das Material ankommt und unsere Bestellnummer auf dem Lieferschein steht, brauchen wir nur diese Nummer einzugeben und sehen dann alle Posten des Auftrags.“ Die immer engere Verzahnung festigt nicht zuletzt die Geschäftsbeziehung.

Von den ersten Gesprächen über ein neues ERP-System bis zur ersten Bestellung ist mehr als ein Jahr vergangen. An der Premiere für das Klöckner-Modul hat kloeckner.i intensiv mitgearbeitet. Von den dabei gesammelten Erfahrungen können noch viele andere Unternehmen profitieren. „Wir wissen, dass 50 Prozent unserer Kunden kein ERP-System haben. Von diesen sind viele auf der Suche nach einer günstigen Lösung“, erklärt Christian Dyck, Geschäftsführer von kloeckner.i. Nun seien vor allem die Vertriebsmitarbeiter gefordert, mit diesen Kunden ins Gespräch zu kommen und ihnen die Vorteile aufzuzeigen. Schließlich unterstützt Klöckner die Einführung des Sage-Moduls nicht nur durch Know-how und Beratung. Je nach Jahresumsatz kommt auch ein finanzieller Zuschuss in Frage.