Ihre Karriere

Azubi-Videos von Klöckner: Das macht eine auszubildende Fachkraft für Lagerlogistik

Zehn junge Menschen absolvieren derzeit eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bei Klöckner Deutschland. In einem neuen Video zeigen wir, wie deren tägliche Arbeit aussieht. Außerdem haben wir einen Ausbildungsleiter zu diesem vielfältigen Berufsbild befragt.

Herr Schulze-Elvert, Sie sind der Ausbildungsleiter im Logistikbereich am Standort Duisburg. Welche Ausbildungsberufe gibt es dort überhaupt?

In der Logistik haben wir zwei Ausbildungsberufe bei Klöckner: Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik. Der grundsätzliche Unterschied ist, dass die 3-jährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik noch einen großen kaufmännischen Part hat, den die 2-jährige Ausbildung zum Fachlagerist nicht beinhaltet. Das heißt, dass eine auszubildende Fachkraft für Lagerlogistik auch zum Teil im Büro arbeitet und dort tiefe Einblicke in die ganzen Lagerprozesse bekommt.

Gucken wir uns den Ausbildungsberuf Fachkraft für Lagerlogistik mal etwas genauer an. Können Sie einmal grob umreißen, welche wichtigen Stationen Azubis in den drei Jahren durchlaufen?

Klar. Im ersten Ausbildungsjahr geht es primär um die Arbeit im Lager wie zum Beispiel die Kommissionierung von Waren. Ziemlich am Anfang machen die Azubis auch einen Stapler- und Kranschein, um diese Geräte bedienen zu können. Im zweiten Jahr geht es dann auch schon mal ins Büro, etwa in die Abteilung Disposition. Hier lernen Azubis zum Beispiel LKW-Touren zu planen. Solch eine selbst geplante Tour können sie dann auch mal zusammen mit einem LKW-Fahrer abfahren, um live zu sehen: Welche Auswirkungen hat die eigene Arbeit, welchen Nutzen? Und sie bekommen dabei auch die ersten Kundenkontakte mit.

Bei Klöckner schaut man zudem sehr genau hin, welche individuellen Vorlieben ein Azubi hat – und fördert diese.

David Schulze-Elvert

Also schon richtig viel Praxiserfahrung. Wie geht es dann weiter in der Ausbildung?

Dann haben wir zum Beispiel noch das Aufgabenfeld Wareneingang, wo etwa die Erstellung von Wareneingangspapieren gelernt wird. Schließlich kommt die Prozessplanung im Lager: Die Azubis lernen dabei, die verschiedenen Aggregate im Lager zu planen und zu terminieren. Im dritten Ausbildungsjahr geht es hier bei uns in Duisburg schwerpunktmäßig um die Anarbeitung, also etwa das Erlernen von Sägen, Strahlen und Primern. Das ist schon etwas Besonderes, ein Bonus, weil wir diese hochwertige Anarbeitung am Standort machen können. Natürlich schauen wir im Laufe der Ausbildung, welche Tätigkeiten einer Person besonders liegen, um sie dort später möglichst häufig einzusetzen. Ist es eher das Kommissionieren, das Sägen oder vielleicht doch eher die Büroarbeit? Azubis können ja sehr unterschiedliche Interessen und Begabungen haben.

Klöckner ist ja ein Vorreiter bei der Digitalisierung. Wie hat sich die Arbeit einer Fachkraft für Lagerlogistik dadurch verändert? Welche Arbeitsschritte wurden erleichtert?

Durch die Digitalisierung benötigen wir in der täglichen Arbeit zum Beispiel viel weniger Papier. Früher hat ein Verkäufer einen Auftrag ausgedruckt und diesen entsprechend in der Lagerhalle an die Fachkraft weitergeleitet. Heute ziehen sich die Kollegen die Auftragsdaten von ihrem Rechner auf einen Scanner und arbeiten damit ganz einfach. Ein anderer Vorteil durch die Digitalisierung ist zum Beispiel, dass die Fachkräfte selbständig in den Computersystemen sehen können, wo aktuell Aufträge im Lager zu bearbeiten sind. Früher mussten sie dafür häufig warten, bis neue Aufträge an sie herangetragen wurden. Sie können heute also unabhängiger und selbstbestimmter arbeiten.

Die Logistik ist eine Zukunftsbranche, Fachkräfte werden hier stark gebraucht.

Was sollte eine angehende Fachkraft für Lagerlogistik mitbringen für den Job?

Sie sollte sich zum einen gerne bewegen wollen. Man muss kein Sportler, aber gut zu Fuß sein. Wer im Lager arbeitet, legt an einem Tag durchaus 10 Kilometer zurück. Wenn Waren transportiert werden müssen, stehen dafür natürlich Kräne und Stapler zur Verfügung – es ist also keine körperliche Belastung gefordert. Ganz wichtig für den Job sind auch Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Denn wir arbeiten immer in Teams zusammen, etwa eine Person an der Säge und eine Person in der Kommissionierung, die sich eng miteinander abstimmen müssen. Auch mit den LKW-Fahrern muss man gut kommunizieren können, manchmal auch in anderen Sprachen. Ein grundlegendes Verständnis für Computertechnik ist auch wichtig, aber dies bringen die meisten jungen Menschen, die mit der Digitalisierung aufwachsen, ohnehin mit.

Sie selbst haben vor einigen Jahren eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik bei Klöckner erfolgreich absolviert. Warum lohnt es sich, diese Ausbildung hier zu machen?

Zum einen ist die Ausbildung sehr vielfältig, wie ich eben schon etwas beschrieben habe. Bei Klöckner schaut man zudem sehr genau hin, welche individuellen Vorlieben ein Azubi hat – und fördert diese. Ich selbst habe zum Beispiel damals schnell gemerkt, dass mir vor allem die Prozessplanung im Büro gefällt und arbeite mittlerweile hier. Auch dahin kann also eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik führen, es muss gar nicht unbedingt das Handwerkliche im Vordergrund stehen. Außerdem finde ich den Austausch untereinander bei Klöckner vorbildlich: Alle beginnenden Azubis lernen sich zum Beispiel bei den Azubi-Starttagen in Duisburg kennen und sehen sich später auch auf regelmäßigen Veranstaltungen. Und was ich auch sehr wichtig finde: Die Logistik ist eine Zukunftsbranche, Fachkräfte hier werden dort stark gebraucht

Einen Einblick in seinen Alltag als Fachkraft für Lagerlogistik gibt Samet Uz in diesem neuen Video:

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Diesen Artikel bewerten

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl der Bewertungen: 3

Keine Bewertung vorhanden.

Unser Geschäft

Klöckner & Co Deutschland GmbH investiert und bündelt Kräfte im Westen

Unter dem Namen kcd.west werden zukünftig die Aktivitäten der Klöckner & Co Deutschland GmbH in Nordrhein-Westfalen zusammengefasst. Kern der Strategie ist die Zentralisierung der Lagerhaltung und der Anarbeitung in der Region an einem Standort. Die Lagerlogistik in Frechen wird verlagert und in den Standort Duisburg-Meiderich überführt.

Dazu wird Klöckner & Co Deutschland GmbH innerhalb der nächsten zwei Jahre das bestehende Lager in Duisburg umfänglich modernisieren und erweitern. Eine neue moderne Hochregallageranlage mit über 5.000 Kassetten für Lang- und Flachprodukte wird die Lagerkapazität deutlich erhöhen. Durch die Investition in diverse Anarbeitungsaggregate ist ein deutlicher Ausbau des Serviceportfolios geplant. Zudem ist vorgesehen, die IT-Infrastruktur im Rahmen der umfassenden Digitalisierungs-strategie von Klöckner & Co auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

„Mit der exponierten Lage und den damit verbundenen logistischen Vorteilen wird Duisburg nach dem Umbau die zentrale produktübergreifende Versorgung der Region West übernehmen. Das hat den großen Vorteil, dass Kundenaufträge auch mit großer Diversität zukünftig logistisch aus einer Hand bedient werden können,“ erklärt Sven Koepchen, CEO der Klöckner & Co Deutschland GmbH.

Der Standort Frechen wird die vertrieblichen Aktivitäten als Verkaufsbüro weiterführen. kcd.west wird somit die Region zukünftig mit einer zentralen Niederlassung in Duisburg und zwei Verkaufsbüros in Frechen und Hagen bedienen.

Diesen Artikel bewerten

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl der Bewertungen: 0

Keine Bewertung vorhanden.

Unser Geschäft

Fortwengel GmbH in Dörpen

Gemeinsames Ziel: Glänzende Fassaden auf der ganzen Welt

„Wir sind mit 2 Personen in der Garage gestartet im Jahr 1987“, erinnert sich Svenja Fortwengel, Projektleitung der Fortwengel GmbH. Heute beschäftigt das Familienunternehmen mit Sitz im niedersächsischen Dörpen stolze 65 Mitarbeiter, davon allein 50 festangestellte Monteure. Spezialisiert hat man sich auf den Metallfassadenbau und die Abkanttechnik, also dem Biegen von Blechen. Vor allem in größeren Logistikhallen kommen die maßgeschneiderten Produkte von Fortwengel zum Einsatz. Das Angebotsspektrum der Niedersachsen hat sich in den über 30 Jahren dabei stetig weiterentwickelt: Bestand es anfangs nur aus der reinen Montageleistung, kam irgendwann der Lieferservice und in einem weiteren Schritt auch die technische Planung dazu – Fullservice sozusagen.

Fortwengel profitiert von großer Produktpalette bei Klöckner

Mit Klöckner verbindet Fortwengel eine über 10-jährige Partnerschaft, die sich immer weiterentwickelt hat. „Zu Beginn waren es noch kleinere Projekte, mittlerweile stemmen wir gemeinsam auch internationale Aufträge“, sagt Sven Grützmacher, Vertriebsmitarbeiter Dach und Wand der Klöckner-Niederlassung Bremen. Vom Stahlhändler bezieht der Fassaden-Spezialist zum Beispiel Tragschalen- und Fassadenbleche, Kassetten und sogenannte Sandwichpaneele, die etwa bei der Wand- und Deckenverkleidung zum Einsatz kommen. „Ich schätze Klöckner als sehr zuverlässigen, flexiblen und lösungsorientierten Partner. Wenn wir zum Beispiel kurzfristig Material für Aufträge benötigen, klappt das immer wunderbar“, schildert Svenja Fortwengel. Das funktioniert deshalb, weil Klöckner mit vielen verschiedenen Herstellern kooperiert und so eine große Bandbreite an Produkten parat hat. „Geht nicht gibt’s nicht“, sagt Sven Grützmacher lächelnd.

Fortwengel: Sogar internationale Projekte mit Klöckner umgesetzt

Gemeinsam hat man bereits erfolgreich Projekte in Deutschland, Europa und sogar weltweit umgesetzt. Zum Beispiel ein Bauvorhaben-Kraftwerk in England. „Das war das erste Großobjekt, das wir zusammen realisiert haben“, sagt Sven Grützmacher. In Oelde errichtet Fortwengel mit den entsprechenden Klöckner-Produkten derzeit ein 40.000 Quadratmeter großes Trapezdach für das Logistikzentrums eines Internethändlers. Nach einer intensiven Planungsphase startete die Montage im Mai/Juni 2018, die Restarbeiten laufen derzeit noch. Im italienischen Verona lieferten und montierten die Spezialisten aus Dörpen mithilfe von Klöckner die Dach- und Wandkonstruktion eines vollautomatisierten Hochregallagers. Und besonders stolz ist man auf ein gemeinsames internationales Projekt im Jahr 2015. In Mexiko montierte Fortwengel 3.000 Quadratmeter Dachfläche und 6.000 Quadratmeter Wandfläche für einen bekannten Automobilhersteller. „Dafür mussten 15 Container den weiten Weg nach Übersee antreten“, erklärt Svenja Fortwengel die Ausmaße. Soviel ist sicher: Für die Zukunft plant sie mit Klöckner noch viele weitere spannende Aufträge.

Unser Geschäft

Unser Geschäft

Klöckner setzt auf ParCon Easytrack als mobiles Tourenplanungstool. Foto: Stefan Gärtner

Hightech-Disposition in ganz Europa

An fast allen europäischen Klöckner-Pilotstandorten ist ParCon Easytrack bereits in der ersten Jahreshälfte 2018 live gegangen – in Barendrecht (Niederlande), Blackburn (Großbritannien), Harelbeke (Belgien), Wien und Nürnberg. In dieser Testphase konnten die Kolleginnen und Kollegen die Software ideal anpassen, sodass der Roll-Out nun bundesweit vonstattengehen kann. Als erster Standort in der Region Süd ist Mannheim Mitte Juli erfolgreich live gegangen, nun folgen Würzburg und Regensburg. Der Roll-Out setzt sich fort in der Region Ost mit Kaufungen, Zwickau und Landsberg und wird in der Region West (Duisburg, Osnabrück, Frechen und Bremen) voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. „Wenn dann alle Standorte mit dem neuen System arbeiten, ist der Informations- und Warenfluss insgesamt transparenter und damit effizienter“, erklärt Christian Schneider, Transport Manager Central Europe am Standort Duisburg. Denn gegenüber der bisherigen Standardtransportplanung mit SAP hat ParCon Easytrack zahlreiche weitere Funktionen, die die Arbeit der Disponenten wesentlich erleichtern.

Erweiterte Funktionen erleichtern Transportdisposition wesentlich

Mit der neuen Software können Disponenten nun zum Beispiel Entfernungen und Ankunftszeiten für ihre Auftragsfahrten exakt berechnen – diese Daten beruhten vorher auf Schätz- und Erfahrungswerten, was mit gewissen Ineffizienzen verbunden war. In ParCon Easytrack werden auch spezielle, hinterlegte Kundeninformationen mit in die Planung aufgenommen, wie zum Beispiel die Öffnungszeiten, Durchfahrtsbeschränkungen und die Art des benötigten LKW, mit dem dieser idealerweise angefahren werden muss. Die geplanten Touren können in einer Kartendarstellung angezeigt werden, die dem Disponenten eine zusätzliche visuelle Unterstützung bietet. „Disponenten haben nun deutlich mehr wichtige Informationen für ihre Auftragsabwicklung – und zwar auf einen Blick: Während sie im SAP-System früher häufig noch bestimmte Infos auf verschiedenen Masken suchen mussten, bekommen sie bei ParCon Easytrack alles auf einem Bildschirm angezeigt“, erklärt Christian Schneider. Die Dispositions-Software und SAP sind über eine Schnittstelle so miteinander verbunden, dass zeitgleich kommissioniert und disponiert werden kann. Dies war bisher so nicht möglich gewesen und hat somit auch eine positive Auswirkung auf die Lagereffizienz.

Transportkosten können optimiert werden

Durch die höhere Effizienz des neuen Systems können insgesamt auch Transportkosten optimiert werden. „Die Anzahl der Stopps pro LKW können wir dadurch erhöhen, um etwa 5 bis 10 Prozent“, weiß Christian Schneider. Mit dieser Effizienzsteigerung können negative Effekte, wie derzeit die Mauterhöhung, teilweise kompensiert werden. Geplant ist außerdem, ParCon Easytrack in Zukunft mit den GPS-Daten des Fahrzeugs zu verbinden, um dem Kunden möglichst genaue Ankunftszeiten seines Material zu geben.