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“Qualitätsstahl ist die eierlegende Wollmilchsau”

Im Vergleich mit Aluminium und Edelstahl Rostfrei ist Qualitätsstahl eher ein Massenprodukt: Er erreicht zwar nicht die Werkstoffgüte der beiden bereits vorgestellten Produktgruppen, ist dafür aber in viel mehr Anwendungsbereichen einsetzbar – und günstiger. Dabei gibt es innerhalb der Produktgruppe Qualitätsstahl große Unterschiede hinsichtlich Qualität und damit auch Einsatzbereich. Genau definiert sind diese Untergruppen in der DIN EN 10027. „Elemente wie zum Beispiel Kohlenstoff oder Silizium sind in jedem Qualitätsstahl enthalten. Je nach Gewichtung entstehen dadurch verschiedene mechanische Eigenschaften wie die Zugfestigkeit. Auch nachträglich kann Qualitätsstahl noch behandelt werden“, erklärt Annette Kleinebrahn, Verkauf Sonderwerkstoffe im Klöckner-Verkaufsbüro Hannover. So gibt es zum Beispiel auch Qualitätsstähle, die von ihrer Wertigkeit her an Edelstahl heranreichen können. Etwa sogenannte warmfeste Stähle, die hohen und tiefen Temperaturen standhalten. Ab einem bestimmten Anspruchslevel kommen dann aber höherwertige Produkte wie eben Edelstahl oder auch Aluminium zum Einsatz.

Qualitätsstahl ist im Grunde die eierlegende Wollmilchsau. Man kann damit ein breites Spektrum abdecken, weil es ganz verschiedene Einsatzgebiete gibt, für die das Material flexibel angepasst werden kann

Breites Einsatzgebiet von Qualitätsstahl: vom Bergbau bis zur Offshore-Anlage

„Qualitätsstahl ist im Grunde die eierlegende Wollmilchsau“, sagt Anja Naumann, Abteilungsleitung Qualitäts- und Edelbaustahl / Sonderwerkstoffe im Klöckner-Verkaufsbüro Hannover. „Man kann damit ein breites Spektrum abdecken, weil es ganz verschiedene Einsatzgebiete gibt, für die das Material flexibel angepasst werden kann“. Dazu zählt vor allem der Maschinen- und Anlagenbau in all seinen Facetten: Qualitätsstahl findet man zum Beispiel im Berg- und Tunnelbau, im Hallen- und Gerüstbau. Ebenso auf hoher See – etwa in Schiffsrudern oder Offshore-Anlagen. Auch der Landmaschinenbau oder Papiermaschinen mit ihren riesigen Walzen sind typische Einsatzgebiete. Weil man das robuste und flexible Produkt häufig in Anlagen oder Maschinen unsichtbar für den Nutzer verbaut, ist seine Optik dabei eher zweitrangig. Hochwertiges und ansprechendes Aussehen wäre dagegen wieder ein Kennzeichen von Edelstahl Rostfrei zum Beispiel.

Nicole Thomassen

In der aktuellen Corona-Situation ist die Kommunikation zwischen uns noch intensiver, um möglichst nah am Markt und Kunden zu sein

Stets enge Abstimmung zwischen Einkauf und Verkauf

„In der aktuellen Corona-Situation ist die Kommunikation zwischen uns noch intensiver, um möglichst nah am Markt und Kunden zu sein. In wöchentlichen Calls berichte ich dem Verkauf darüber, wie sich der Preis für Qualitätsstahl am Markt entwickelt, wie wir einkaufen und wie die Werksauslastungen sind. Der Vertrieb wiederum berichtet, wie er mit den Preisen zurechtkommt und ob es Anpassungen geben muss“, erklärt Nicole Thomassen, Produktmanagerin Qualitäts-, Edelbau- und Blankstahl in der Klöckner-Zentrale in Duisburg. Auf Basis all dieser wichtigen Informationen fällt der Verkauf dann eine Preisentscheidung. „Hier im zentralen Einkauf in Duisburg arbeite ich eng mit meinen Kollegen in den Niederlanden zusammen. Dadurch können wir Mengen bündeln und bessere Preise erzielen“, erklärt sie. Auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit verschiedenen Stahlwerken besteht teilweise schon seit vielen Jahren.

Unsere digitalen Tools, etwa der Onlineshop oder das Kontraktportal, helfen uns dabei, Verbräuche genaustens auszuwerten und individuelle Bedarfe beim Kunden zu ermitteln

Digitalisierung erleichtert Beschaffung und Verkauf von Qualitätsstahl

Natürlich spielt auch bei der Beschaffung und beim Verkauf von Qualitätsstahl die Digitalisierung eine große Rolle bei Klöckner. „Unsere digitalen Tools, etwa der Onlineshop oder das Kontraktportal, helfen uns dabei, Verbräuche genaustens auszuwerten und individuelle Bedarfe beim Kunden zu ermitteln“, erklärt Anja Naumann. Auch der neu eingeführte Klöckner Assistant unterstützt dabei, die Prozesse im Sinne des Kunden zu vereinfachen. Weil dieser eingehende Aufträge automatisch erfasst, haben die Klöckner-Mitarbeiter mehr Zeit für ihr Kerngeschäft: die individuelle Kundenberatung. Auf eine aktuelle Verbesserung weist Nicole Thomassen noch hin: „Wir führen gerade ein neues Tool ein – das E-Procurement-Tool. Hier können die Lieferanten ihre Angebote in unser Portal eingeben. Wir bekommen somit alle Informationen gebündelt, um transparent Preise vergleichen zu können.“

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Ihre Karriere

Young Professional und EDI-Experte

Der Schulabschluss lief für Chris Grabo im Jahr 2007 nicht ganz nach Plan. Danach stand er an einem markanten Punkt in seinem Leben: Wie geht es weiter? Er entschied sich für eine Ausbildung bei Klöckner – und die schloss er drei Jahre später als Bester seiner Region ab. Stets gefördert durch Klöckner, hat sich Chris Grabo seitdem kontinuierlich weitergebildet und weiterentwickelt. Wir haben mit dem heutigen Teamleiter EDI über seine bewegte Karriere gesprochen.

Wie sah Ihre Ausbildung bei Klöckner aus?

Nach der Schule habe ich im Jahr 2007 mit der Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Außenhandel in der Klöckner-Niederlassung Landsberg begonnen und dort ganz klassisch alle Stationen durchlaufen. Dabei habe ich sehr viel gelernt, auch über das Fachliche hinaus. Zum Beispiel: Wie kann ich mich auf andere Menschen einstellen? Was beeinflusst mein persönliches Auftreten und wie kann ich dies steuern? Wie funktionieren Abläufe bei Kunden? Wie organisiere ich mich selbst besonders gut? Die Ausbildung habe ich im Jahr 2010 abgeschlossen mit der Note 1,0 – und war damit einer der Besten der Region. Durch diesen Abschluss habe ich auch die Fachhochschulreife erlangt und damit die Voraussetzung für meine nächste Weiterbildung geschaffen.

Klöckner hat mich bisher bei meinem Karriereweg sehr gut gefördert. Vor allem bei den beiden Studien, die ich absolviert habe. Dafür bin ich dem Unternehmen sehr dankbar

Chris Grabo

Im Jahr 2014 haben Sie ein komplett neues Aufgabenfeld in der IT übernommen. Wie kam es dazu und was haben Sie da gemacht?

Zusätzlich zu den Außen- und Innendiensttätigkeiten war ich Ansprechpartner für unser Warenwirtschaftssystem in SAP. Als dann eine Stelle im Bereich IT frei wurde, habe ich mich darauf beworben, weil mich diese neue Herausforderung reizte. Ich habe den Job als Referent IT & Geschäftsprozesse bei Klöckner dann auch bekommen – unter der Prämisse, dass ich 1 Jahr in Duisburg arbeite. Klöckner hat mir für diese Zeit eine kleine Wohnung zur Verfügung gestellt. Ich habe also meine Koffer gepackt und habe die Herausforderung angenommen. In Duisburg habe ich mich sehr gut aufgenommen und betreut gefühlt. IT war ja komplettes Neuland für mich und ich habe in kurzer Zeit Dinge gelernt wie: Wie kann ich Prozesse analysieren, wie setze ich Projekte auf, wie gehe ich mit Datenbanken um?

Mit EDI, was für Elektronischer Datenaustausch steht, kam ich Mitte 2015 erstmals in Kontakt. Damals wusste ich nicht einmal, was das überhaupt ist. Im Laufe der Jahre habe ich mir, in enger Zusammenarbeit auch mit einem externen Beratungsunternehmen, darin viel Expertise angeeignet

Im März 2020 hat Klöckner Sie dann zum Teamleiter EDI befördert.

Genau. EDI ist ja ein wichtiges Tool der Digitalisierung bei Klöckner. Mit EDI, was für Elektronischer Datenaustausch steht, kam ich Mitte 2015 erstmals in Kontakt. Damals wusste ich nicht einmal, was das überhaupt ist. Im Laufe der Jahre habe ich mir, in enger Zusammenarbeit auch mit einem externen Beratungsunternehmen, darin viel Expertise angeeignet. Es kamen immer mehr EDI-Projekte dazu, die ich zunehmend auch selbstständig bearbeiten konnte. Im März 2020 habe ich schließlich die Teamleitung EDI übernommen. Vorher war ich noch in vielen anderen IT-Projekten involviert. Jetzt kann ich mich voll und ganz auf das wichtige Thema EDI konzentrieren und auch mehr konzeptionell arbeiten.

Wie hat Klöckner Sie als Talent gefördert bisher?

Klöckner hat mich bisher bei meinem Karriereweg sehr gut gefördert. Vor allem bei den beiden Studien, die ich absolviert habe. Dafür bin ich dem Unternehmen sehr dankbar. Darüber hinaus bietet Klöckner ja auch noch viele weitere Möglichkeiten an. Ich habe zum Beispiel im Jahr 2011 an dem Programm „Young Professionals“ teilgenommen. Die Themen bei dem mehrtägigen Weiterbildungsangebot reichten von Coaching für den persönlichen Auftritt bis hin zu Stahl-Recht und Materialkunde.

Man wird gefördert, wenn man gut ist und sich weiterentwickeln möchte. Und man bekommt Perspektiven in einem Unternehmen, das sehr gefestigt und stark digitalisiert ist

Warum lohnt es sich, eine Karriere bei Klöckner zu starten?

Da gibt es verschiedene Faktoren, die ich gut finde. Als Beschäftigter bekommt man zum Beispiel gute Sozialleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld und kann gut seine Work-Life-Balance realisieren. Die Zusammenarbeit ist sehr gut mit anderen Kollegen und Kolleginnen. Man wird gefördert, wenn man gut ist und sich weiterentwickeln möchte. Und man bekommt Perspektiven in einem Unternehmen, das sehr gefestigt und stark digitalisiert ist. Dieser hohe Digitalisierungsgrad stellt sich gerade jetzt in der Corona-Krise als großer Wettbewerbsvorteil heraus.

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Klöckner Kontraktportal

Klöckner Kontraktportal: Überblick behalten und Bestellungen effizient managen

„Wir waren der erste Stahlhändler in Deutschland überhaupt, der eine Plattform speziell für längerfristige Abnahmeverträge, sogenannte Kontrakte, angeboten hat“, erklärt Julia Jordan vom Team E-Business & Marketing. Geboren wurde es, wie so häufig, aus einem Kundenbedürfnis heraus: „Kunden haben uns damals berichtet, dass es teils aufwendig sei, Kontrakte mit Klöckner und anderen Lieferanten im Tagesgeschäft und über die Dauer genau nachzuhalten. Es galt also ein transparentes Tool zu entwickeln, das für den nötigen Überblick sorgt – und zwar rund um die Uhr“, so Julia Jordan. Bei der Entwicklung des Kontraktportals hat Klöckner auch Kunden mit eingebunden, um ein möglichst passendes und praxisnahes Instrument zu kreieren. Neben dem Kontraktportal entstanden in den folgenden Jahren weitere Tools wie der Onlineshop und die Bestellübersicht. Schließlich konnte man Anfang 2019 alle Tools für eine noch höhere Nutzerfreundlichkeit zusammenführen: mit shop.kloeckner.de erreicht der Kunde seitdem alle Tools mit nur einem Login.

Wir sparen Zeit bei der Arbeit, wodurch der Einkauf entlastet wird. Seitdem wir das Kontraktportal nutzen, haben wir zu jeder Zeit eine aktuelle Übersicht über unsere Produkte. Damit fällt es uns leicht die Übersicht zu bewahren und Lieferengpässen aus dem Weg zu gehen.

Christoph Holtkamp, Ostendorf Wasser- und Edelstahltechnik

Kontraktportal gibt Kunden Überblick und Bestellmöglichkeiten

Über einen eigenen Reiter im Onlineshop könnten Kontrakt-Kunden auf das Portal zugreifen. Gut strukturiert können sie hier alle wichtigen Infos einsehen: Wie groß ist die Gesamtmenge Ihres Kontraktes? Wie viel davon wurde bereits abgerufen? Welchen Ansprechpartner kann man dafür bei Klöckner kontaktieren? Selbstverständlich kann ein User auch verschiedene Kontrakte nach diesem Schema verwalten. Bevor ein Kontrakt aufgebraucht ist, kann er einen Folgekontrakt mit demselben Material auslösen. Der zuständige Vertriebsmitarbeiter bei Klöckner macht dann in kürzester Zeit ein neues Angebot nach aktueller Marktlage. Im Laufe der letzten Jahre wurde das Kontraktportal kontinuierlich verbessert – teils durch kleine, teils durch große Features. „Seit Anfang 2020 haben wir zum Beispiel eine neue, zusätzliche Kontraktübersicht: Die sogenannte Listenansicht zeigt dem Kunden alle wichtigen Informationen kompakt in tabellarischer Form an.“, erklärt Jordan. Um das Kontraktportal mit Funktionen wie diesen weiterhin zu verbessern, holen sich die Klöckner-Kollegen kontinuierlich Feedback beim Kunden ein.

Die große Transparenz ist das, was unsere Kunden begeistert: Auf einen Blick sehen sie ihre genaue Kontrakt-Situation, können sich Lieferscheine und Rechnungen herunterladen, und mit einem Klick nachbestellen

Julia Jordan

Kontraktportal ermöglicht sehr kurze Lieferzeiten bei Spezialanfertigungen

Wie gut das Kontraktportal in der Praxis ankommt, weiß Jens Wolfram zu berichten. Der Prokurist und Key Account Manager Deutschland in der Klöckner-Niederlassung Bremen bezieht sich dabei auf zwei Geschäftsbereiche: Spezialanfertigungen nach Zeichnung sowie normale Handelsware. „Bei den Spezialanfertigungen bekommt der Kunde alles aus einer Hand von uns. Wir liefern das Material inklusive Bearbeitung über das Kontraktportal. Und zwar über einen einzigen Ansprechpartner“, erklärt Wolfram. Da die Supply Chain so gut durchdacht ist, sind auch die Lieferzeiten recht kurz. „Gerade wenn noch Bearbeitung und Wärmebehandlung dabei sind, kann eine solche Spezialanfertigung normalerweise mehrere Wochen dauern. Kunden wissen daher sehr zu schätzen, dass wir zeitnah liefern können“, so Wolfram. Alle wichtigen Dokumente werden effizient gebündelt und sind jederzeit im Kontraktportal abrufbar: „Eine Rechnung, ein Lieferschein, ein Wareneingang“. Auch die Zeichnungen zu den Spezialanfertigungen kann man verwalten.

Jens Wolfram

Wir sind die Einzigen im Stahlhandel, die ein Kontraktportal in diesem Umfang anbieten. Das ist ein Riesenvorteil, den unsere Kunden sehr schätzen

Kontraktportal hilft Kunden beim Überprüfen ihrer Wirtschaftlichkeit

Auch bei der „normalen“ Handelsware profitieren User von den Vorteilen des Kontraktportals. „Die große Transparenz ist das, was unsere Kunden begeistert: Auf einen Blick sehen sie ihre genaue Kontrakt-Situation, können sich Lieferscheine und Rechnungen herunterladen, und mit einem Klick nachbestellen. Sie müssen keine Bestellungen mehr schreiben“, erklärt Jens Wolfram. Gerade Kunden, die viele Abmessungen platziert haben, könnten ihre Kontrakte sonst gar nicht in der Form nachvollziehen. Da jeder Kontrakt mit den passenden Rechnungen und Lieferungen verknüpft ist, kann ein Kunde auch die eigene Wirtschaftlichkeit überprüfen: Welche Kontrakte laufen gut, welche weniger gut? „Wir sind die Einzigen im Stahlhandel, die ein Kontraktportal in diesem Umfang anbieten. Das ist ein Riesenvorteil, den unsere Kunden sehr schätzen“, sagt Wolfram.

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Neue Serie über Stahlprodukte: Edelstahl Rostfrei von Klöckner

Das Adjektiv „edel“ lässt es schon vermuten: Edelstahl Rostfrei ist ein hochwertiger Werkstoff mit einer besonderen Qualität. „Edelstahl ist deutlich resistenter als Normalstahl und kann dadurch auch in sehr anspruchsvollen Umgebungen eingesetzt werden. Zum Beispiel in Standheizungen mit Temperaturen von über 1.100 Grad Celsius“, erklärt Holger Heber, Einkäufer Produktmanagement Edelstahl Rostfrei in der Klöckner-Zentrale in Duisburg. Weitere typische Einsatzbereiche sind Orte, wo es auf Hygiene ankommt oder wo man mit Chemikalien und Reinigungsmitteln arbeitet – in der Pharmaindustrie oder Lebensmittelindustrie etwa. Auch im Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau schätzt man die außergewöhnlichen Materialeigenschaften. „Edel“ bezieht sich ebenso auf das ansprechende Aussehen des Werkstoffs: Gerne wird er deswegen in der hochwertigen Inneneinrichtung, etwa in der Möbelindustrie, Geländern, Küchen und „weiße Waren“ angewendet.

Edelstahl ist deutlich resistenter als Normalstahl und kann dadurch auch in sehr anspruchsvollen Umgebungen eingesetzt werden.

Holger Heber

So ist die Abteilung Edelstahl Rostfrei bei Klöckner organisiert

Der Oberbegriff rostfreier Stahl steht für eine Vielzahl von Legierungen, die sich in ihren Legierungsbestandteilen, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten unterscheiden, mit einem Großteil davon arbeitet man auch bei Klöckner. „Manche Materialien lassen sich leichter bearbeiten, andere sind härter, aber dafür widerstandsfähiger. Andere sind hitzebeständig, wiederum andere sind magnetisch. Mit all diesen Klassen ist Edelstahl Rostfrei also vielfältig einsetzbar im Alltag“, veranschaulicht Julia Habermann, Verkauf Edelstahl Rostfrei in der Klöckner-Niederlassung Würzburg. „Meine Verkaufsabteilung unterscheidet sich von anderen Abteilungen wie Flach oder Langprodukte in einem wesentlichen Punkt: Wir verkaufen alles aus Edelstahl Rostfrei, also Bleche, Rohre, Fittings und Halbzeuge – unabhängig von der Form und Größe“, erklärt Julia Habermann.

Generell kaufen wir weltweit ein, unser Fokus liegt aber auf Europa.

So funktioniert Preisbildung bei Edelstahl Rostfrei Produkten

Bei der Preisbildung von Edelstahl Rostfrei arbeitet man mit einem sogenannten Legierungszuschlag, den die Stahlwerke monatlich veröffentlichen. Legierungen sind zum Beispiel Ferrochrom, Ferromolybdän, Nickel, die dem Edelstahl zugeführt werden und ihm bestimmte Eigenschaften verleihen. Einige dieser Metalle werden an der Börse gehandelt und die Preise sind dementsprechend volatil. „Über die aktuellen Legierungszuschläge informieren wir unsere Kunden mit unseren monatlichen LZ-News”, erklärt Julia Habermann. Natürlich tauschen sich Verkaufs- und Einkaufsabteilung bei Klöckner kontinuierlich dabei aus. Wiederbeschaffungspreise etwa werden tagesaktuell im ERP-System eingespielt. Auch bei Rabattierungen oder Preisänderungen stimmt man sich eng ab, um für größtmögliche Transparenz zu sorgen. „Generell kaufen wir weltweit ein, unser Fokus liegt aber auf Europa. Wir fragen wöchentlich, mindestens monatlich Preise bei unseren Lieferanten an. Wenn uns die Preise vorliegen, vergleichen wir diese und verhandeln gegebenenfalls nach“, erklärt Holger Heber den Prozess.
Julia Habermann

Derzeit arbeiten wir intensiv daran, weitere Lieferanten über EDI anzubinden.

Edelstahl Rostfrei: Digitalisierung und effiziente Lagerlogistik unterstützen Prozesse

Telefon und E-Mail sind nach wie vor wichtige Instrumente zum persönlichen Austausch, aber zunehmend entlasten auch effiziente digitale Tools. „Das reicht vom Onlineshop über EDI-Schnittstellen mit Kunden bis hin zum Kontraktportal“, sagt Julia Habermann. Auch auf Lieferantenseite tut sich in puncto Digitalisierung gerade einiges: „Viele Lieferanten sind an SAP angebunden, einige auch bereits über Reverse-EDI-Schnittstellen. Reverse-EDI bedeutet: Eine Bestellung wird im System eines Lieferanten eingegeben und dann rückwärts in unser SAP-System eingespielt. Derzeit arbeiten wir intensiv daran, weitere Lieferanten über EDI anzubinden“, so Holger Heber. Bei der Lieferung von Edelstahl Rostfrei arbeitet man bei Klöckner ebenfalls höchsteffizient. „Wir haben verschiedene Schwerpunktläger in ganz Deutschland, in denen wir gewünschtes Material in kürzester Zeit umlagern können. Nicht lagerhaltende Produkte versuchen wir über andere Quellen für unsere Kunden zu beschaffen“, skizziert Julia Habermann die ausgeprägte Kundenorientierung.

Info-Box

Umfassende Hintergrundinfos zu Edelstahl Rostfrei finden Sie auf der Homepage der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER).

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Ihre Karriere

Azubi-Videos von Klöckner: Das macht eine auszubildende Fachkraft für Lagerlogistik

Zehn junge Menschen absolvieren derzeit eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bei Klöckner Deutschland. In einem neuen Video zeigen wir, wie deren tägliche Arbeit aussieht. Außerdem haben wir einen Ausbildungsleiter zu diesem vielfältigen Berufsbild befragt.

Herr Schulze-Elvert, Sie sind der Ausbildungsleiter im Logistikbereich am Standort Duisburg. Welche Ausbildungsberufe gibt es dort überhaupt?

In der Logistik haben wir zwei Ausbildungsberufe bei Klöckner: Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik. Der grundsätzliche Unterschied ist, dass die 3-jährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik noch einen großen kaufmännischen Part hat, den die 2-jährige Ausbildung zum Fachlagerist nicht beinhaltet. Das heißt, dass eine auszubildende Fachkraft für Lagerlogistik auch zum Teil im Büro arbeitet und dort tiefe Einblicke in die ganzen Lagerprozesse bekommt.

Gucken wir uns den Ausbildungsberuf Fachkraft für Lagerlogistik mal etwas genauer an. Können Sie einmal grob umreißen, welche wichtigen Stationen Azubis in den drei Jahren durchlaufen?

Klar. Im ersten Ausbildungsjahr geht es primär um die Arbeit im Lager wie zum Beispiel die Kommissionierung von Waren. Ziemlich am Anfang machen die Azubis auch einen Stapler- und Kranschein, um diese Geräte bedienen zu können. Im zweiten Jahr geht es dann auch schon mal ins Büro, etwa in die Abteilung Disposition. Hier lernen Azubis zum Beispiel LKW-Touren zu planen. Solch eine selbst geplante Tour können sie dann auch mal zusammen mit einem LKW-Fahrer abfahren, um live zu sehen: Welche Auswirkungen hat die eigene Arbeit, welchen Nutzen? Und sie bekommen dabei auch die ersten Kundenkontakte mit.

Bei Klöckner schaut man zudem sehr genau hin, welche individuellen Vorlieben ein Azubi hat – und fördert diese.

David Schulze-Elvert

Also schon richtig viel Praxiserfahrung. Wie geht es dann weiter in der Ausbildung?

Dann haben wir zum Beispiel noch das Aufgabenfeld Wareneingang, wo etwa die Erstellung von Wareneingangspapieren gelernt wird. Schließlich kommt die Prozessplanung im Lager: Die Azubis lernen dabei, die verschiedenen Aggregate im Lager zu planen und zu terminieren. Im dritten Ausbildungsjahr geht es hier bei uns in Duisburg schwerpunktmäßig um die Anarbeitung, also etwa das Erlernen von Sägen, Strahlen und Primern. Das ist schon etwas Besonderes, ein Bonus, weil wir diese hochwertige Anarbeitung am Standort machen können. Natürlich schauen wir im Laufe der Ausbildung, welche Tätigkeiten einer Person besonders liegen, um sie dort später möglichst häufig einzusetzen. Ist es eher das Kommissionieren, das Sägen oder vielleicht doch eher die Büroarbeit? Azubis können ja sehr unterschiedliche Interessen und Begabungen haben.

Klöckner ist ja ein Vorreiter bei der Digitalisierung. Wie hat sich die Arbeit einer Fachkraft für Lagerlogistik dadurch verändert? Welche Arbeitsschritte wurden erleichtert?

Durch die Digitalisierung benötigen wir in der täglichen Arbeit zum Beispiel viel weniger Papier. Früher hat ein Verkäufer einen Auftrag ausgedruckt und diesen entsprechend in der Lagerhalle an die Fachkraft weitergeleitet. Heute ziehen sich die Kollegen die Auftragsdaten von ihrem Rechner auf einen Scanner und arbeiten damit ganz einfach. Ein anderer Vorteil durch die Digitalisierung ist zum Beispiel, dass die Fachkräfte selbständig in den Computersystemen sehen können, wo aktuell Aufträge im Lager zu bearbeiten sind. Früher mussten sie dafür häufig warten, bis neue Aufträge an sie herangetragen wurden. Sie können heute also unabhängiger und selbstbestimmter arbeiten.

Die Logistik ist eine Zukunftsbranche, Fachkräfte werden hier stark gebraucht.

Was sollte eine angehende Fachkraft für Lagerlogistik mitbringen für den Job?

Sie sollte sich zum einen gerne bewegen wollen. Man muss kein Sportler, aber gut zu Fuß sein. Wer im Lager arbeitet, legt an einem Tag durchaus 10 Kilometer zurück. Wenn Waren transportiert werden müssen, stehen dafür natürlich Kräne und Stapler zur Verfügung – es ist also keine körperliche Belastung gefordert. Ganz wichtig für den Job sind auch Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Denn wir arbeiten immer in Teams zusammen, etwa eine Person an der Säge und eine Person in der Kommissionierung, die sich eng miteinander abstimmen müssen. Auch mit den LKW-Fahrern muss man gut kommunizieren können, manchmal auch in anderen Sprachen. Ein grundlegendes Verständnis für Computertechnik ist auch wichtig, aber dies bringen die meisten jungen Menschen, die mit der Digitalisierung aufwachsen, ohnehin mit.

Sie selbst haben vor einigen Jahren eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik bei Klöckner erfolgreich absolviert. Warum lohnt es sich, diese Ausbildung hier zu machen?

Zum einen ist die Ausbildung sehr vielfältig, wie ich eben schon etwas beschrieben habe. Bei Klöckner schaut man zudem sehr genau hin, welche individuellen Vorlieben ein Azubi hat – und fördert diese. Ich selbst habe zum Beispiel damals schnell gemerkt, dass mir vor allem die Prozessplanung im Büro gefällt und arbeite mittlerweile hier. Auch dahin kann also eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik führen, es muss gar nicht unbedingt das Handwerkliche im Vordergrund stehen. Außerdem finde ich den Austausch untereinander bei Klöckner vorbildlich: Alle beginnenden Azubis lernen sich zum Beispiel bei den Azubi-Starttagen in Duisburg kennen und sehen sich später auch auf regelmäßigen Veranstaltungen. Und was ich auch sehr wichtig finde: Die Logistik ist eine Zukunftsbranche, Fachkräfte hier werden dort stark gebraucht

Einen Einblick in seinen Alltag als Fachkraft für Lagerlogistik gibt Samet Uz in diesem neuen Video:

 

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