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Metallfassade eines Hochhauses

Produktserie Teil 2: Aluminium von Klöckner

Aluminium kommt in der Natur nicht in reiner Form vor. Es wird hergestellt aus Bauxit, einem roten Aluminiumerz, abgebaut im Tagebau. Aluminium ist das dritthäufigste Element in der Erdhülle nach Sauerstoff und Silizium und in der Erdkruste das häufigste Metall.” Aluminium hat viele Vorteile, die es im Einsatz so interessant für unsere Kunden machen“, sagt Martin Liebler, Einkauf Aluminium am Klöckner-Standort Würzburg. Eingesetzt wird es als reines Aluminium und in vielen verschiedenen Aluminiumlegierungen. Letztere, etwa mit Kupfer, Zink, Silizium, Mangan und Magnesium, verleihen dem Metall eine mittlere bis sehr große Festigkeit. „Gegenüber anderen Metallen ist Aluminium zudem viel leichter. Gleichzeitig ist es aber eben stabil und sehr formbar“, so Liebler. Das macht Aluminium zum Beispiel unverzichtbar im Maschinen- und Fahrzeugbau, um Gewicht zu sparen. „Zudem ist es sehr korrosionsbeständig. Es gibt auch ein spezielles elektrolytisches Verfahren, das Eloxal-Verfahren, bei dem Aluminium eine natürliche Schutzschicht erhält“, so Liebler.

Vorteile von Aluminium: langlebig und nachhaltig

Weitere große Vorteile von Aluminium sind seine lange Lebensdauer und seine Nachhaltigkeit: „Es kann zu fast 100 Prozent recycled werden. Zwar ist die Herstellung von Aluminium sehr energieaufwändig. Aber dadurch, dass es immer wieder mit nur 5% der eingesetzten Energie eingeschmolzen und dem Kreislauf zugeführt werden kann, ist die Energiebilanz insgesamt viel niedriger“, erklärt Martin Liebler. Während der Automotivbereich vom Schwester-Unternehmen Becker Aluminium-Service mit Aluminium bedient wird, konzentriert man sich bei Klöckner auf folgende Bereiche: auf den Fassadenbau, Tür- und Fensterbau, Sonnenschutz, Maschinenbau, die Elektrotechnik, Verpackungsindustrie und metallverarbeitende Industrie etwa. Dass Kunden aus diesen verschiedenen Branchen die einzigartigen Verarbeitungseigenschaften schätzen, berichtet auch Janine Dämmrich, Verkauf Aluminium und Edelstahl am Klöckner-Standort Regensburg. Und: „Dadurch, dass wir Multidistributor sind, können wir auch andere Systeme für sie mit beliefern. Und weil wir das werksunabhängig tun, macht uns das zu echten Mehrwertmachern“, erklärt sie.

Aluminium hat viele Vorteile, die es im Einsatz so interessant für unsere Kunden machen

Vielfältiges Aluminium: Walzprodukte wie Bleche und Pressprodukte wie Standardprofile, Rohre, Zeichnungsprofile

Die Klöckner-Produkte sind sogenannte Halbzeuge, weil sie zum Endprodukt weiterverarbeitet werden. Zu den Walzprodukten zählen Bleche und Platten (über 10 mm) sowie Folien. Gepresst werden dagegen sogenannte Langprodukte. „Aluminiumbolzen werden dabei auf ca. 500 Grad Celsius erhitzt und durch ein Strangpressverfahren zu Profilen gepresst. Wir unterscheiden dabei Standardprofile wie etwa Vierkantrohre, Rundrohre, Winkel- U-Profile und T-Profile von Profilen nach Zeichnung. Für die Profile nach Zeichnung müssen extra Presswerkzeuge hergestellt werden“, erklärt Martin Liebler. Bei dieser Fülle von Abmessungsmöglichkeiten kann ein einzelnes Lager nicht immer alles parat haben. Dafür hat Klöckner eine intelligente Lösung gefunden: „Die Standorte ergänzen und unterstützen sich. In Bayern machen wir zum Beispiel eine tägliche Sternfahrt, bei der wir Material sehr einfach und schnell zwischen den einzelnen Niederlassungen umlagern können. So können wir unsere Kunden jederzeit mit dem gewünschten Material bedienen“, erklärt Janine Dämmrich.

Die Standorte ergänzen und unterstützen sich. In Bayern machen wir zum Beispiel eine tägliche Sternfahrt, bei der wir Material sehr einfach und schnell zwischen den einzelnen Niederlassungen umlagern können. So können wir unsere Kunden jederzeit mit dem gewünschten Material bedienen

Aluminium: So funktioniert Preisbildung

Wie im Stahlbereich auch kauft Klöckner weltweit ein und konzentriert sich dabei zu ungefähr 95 Prozent auf europäische Länder. „In der Regel sind die Aluminiumwerke eigenständig – das reicht von familiengeführten mittelständischen Unternehmen bis hin zu großen Konzernen. Mit einigen Lieferanten arbeiten wir schon seit Jahrzehnten zusammen“, so Martin Liebler. Mit neuen Lieferanten werden zunächst Probeaufträge durchgeführt. Das gelieferte Material wird anschließend entsprechend den EN-Normen geprüft. „Bei dem Aluminiumpreis sprechen wir von einem „zweigeteilten“ Preis. Es gibt einen Grundpreis für das reine Metall, das an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelt wird. Und den unterschiedlichen legierungsabhängigen Umarbeitungspreisen. Der Umarbeitungspreis drückt aus, was es kostet, um aus einem Aluminiumbarren oder einem -Bolzen ein Halbzeug herzustellen. LME und Umarbeitungspreis zusammen ergeben den Endpreis. Während wir auf den „LME-Wert“ keinen direkten Einfluss haben, wird beim Umarbeitungspreis mit den Halbzeugwerken entsprechend verhandelt“, erklärt Martin Liebler.

Klöckner versucht im Einklang mit Einkauf und Verkauf, die Risiken von Preisschwankungen bestmöglich zu kontrollieren, indem wir gute Verträge sowohl mit den Kunden als auch mit den Aluminiumwerken abschließen

Aluminium: vom Nischenprodukt zum wichtigen Geschäftsfeld

„Klöckner versucht im Einklang mit Einkauf und Verkauf, die Risiken von Preisschwankungen bestmöglich zu kontrollieren, indem wir gute Verträge sowohl mit den Kunden als auch mit den Aluminiumwerken abschließen“, stellt Janine Dämmrich als weiteren Vorteil heraus. Mit dem Einkauf arbeitet die Vertrieblerin intensiv und vertrauensvoll zusammen. „Das Produktmanagement unterstützt uns jederzeit. Wenn ich nicht mehr weiter weiß bei bestimmten Kundenanfragen, kann ich immer auf unsere Kollegen zählen.“ Damit der Einkauf stets über die Verkaufssituation im Bilde ist, hat er Zugriff auf die Bestände in den Niederlassungen und wird immer bei den Vertriebsplanungen involviert. In den 55 Jahren, seit dem Klöckner mit Aluminium handelt, hat sich das Metall vom Nischenprodukt zu einem wichtigen Geschäftsfeld von Klöckner entwickelt: „Aufgrund seiner vielen guten Eigenschaften ist Aluminium nicht mehr wegzudenken vom Weltmarkt. Klöckner hat sich hier eine große Expertise erarbeitet, vor allem im Bereich hochwertige Anarbeitung“, sagt Janine Dämmrich.

Aufgrund seiner vielen guten Eigenschaften ist Aluminium nicht mehr wegzudenken vom Weltmarkt. Klöckner hat sich hier eine große Expertise erarbeitet, vor allem im Bereich hochwertige Anarbeitung

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